Kein Angebot in der ersten Verhandlungsrunde

Zeit für eine bessere Bezahlung!

Der Fachkräftemangel beim Deutschen Roten Kreuz ist kein Zukunftsproblem – er ist längst betrieblicher Alltag. In den Kitas fehlen pädagogische Fachkräfte und auch im Rettungsdienst gehen die Kolleg*innen auf dem Zahnfleisch. Was es jetzt braucht, sind entschlossenes Handeln und ein echtes Signal der Wertschätzung der Arbeitgeber an ihre Beschäftigten.

Leider haben die DRK-Arbeitgeber die Chance auf ein starkes Signal in der ersten Verhandlungsrunde am 12. Mai 2025 in Kassel verstreichen lassen und noch kein Angebot gemacht. 8 % mehr Geld, mindestens aber 350 EUR? Fehlanzeige. Vergütungshöhe der Entgeltgruppe 9 auch für Notfallsanitäter*innen? “Zur Kenntnis genommen”. Ausgleich für besondere Belastungen? Unklar. Wir erwarten in der nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot, das den Herausforderungen im Berufsalltag der DRK-Beschäftigten gerecht wird: eine kräftige Entgelterhöhung, faire Zulagen und einen Ausgleich für besondere Belastungen.

Druck machen für ein gutes Tarifergebnis

Die Arbeitgeber haben für die zweite Verhandlungsrunde ein Angebot angekündigt. Um zu unterstreichen, wie ernst es uns mit den Forderungen und Erwartungen ist, wollen wir mit vielen Kolleg*innen am 10. Juni in Kassel die zweite Verhandlungsrunde begleiten. Sprecht mit euren Teams, wer am Aktionstag nach Kassel kommen kann. Alle Infos zur Anreise und zum Ablauf gibt es beim ver.di-Bezirk. Lasst uns ein wirksames Zeichen setzen!

Die zentralen Forderungen im Überblick

  • 8 Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 350 Euro monatlich
  • 200 EUR mehr für Auszubildende, Praktikant*innen und Schüler*innen
  • Die Tabellenwerte der EG 9 c sollen durch die Werte der Entgeltgruppe 9 ersetzt werden.
  • Erhöhung der Zulagen im Sozial- und Erziehungsdienst:
    • 150 Euro für die Entgeltgruppen S 2 bis S 11a
    • 100 Euro für die Entgeltgruppen S 11b bis S 12, S 14 und S 15 (Fallgruppe 6)
  • Erhöhung der Zulage für Praxisanleiter*innen auf 250 Euro monatlich
  • Anhebung aller Funktionszulagen nach § 23a um zusätzlich 10 Prozent

Darüber hinaus erwarten wir: 

  • Erhöhung der Nachtzuschläge und der Schichtzulage
  • Zwei zusätzliche freie Tage für alle – sowie zwei weitere freie Tage für ver.di-Mitglieder
  • Mehr freie Zeit für Beschäftigte beim DRK
  • Zahlung der Zulage im Sozial- und Erziehungsdienst auch für die Entgeltgruppe 13

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